Abbrechen
Viele Einsteiger lösen die einzelnen Bauteile nicht mit einem Bastelmesser sondern abbrechen diese aus dem Gussast. Das Bauteil kann einreißen und wird somit unbrauchbar.
Viele Einsteiger lösen die einzelnen Bauteile nicht mit einem Bastelmesser sondern abbrechen diese aus dem Gussast. Das Bauteil kann einreißen und wird somit unbrauchbar.
Als Abdeckband kann Tesafilm oder Kreppband verwendet werden. Nach dem Bemalen oder Spritzen sollte die Farbe nicht länger als 20 Minuten trocknen damit beim Abziehen des Bandes keine kleinen Farbstücke mit herausgerissen werden.
Werden Modelle mehrfarbig bemalt oder bespritzt, ist es notwendig, das bestimmte Stellen durch Hilfsmittel wie Klebeband, Schablonen oder Masken abgedeckt werden
Abdeckfilm ist ein dünner, glasklarer Acetatfilm, dessen Rückseite mit einem nicht farblösenden Klebstoff niedriger Haftfähigkeit beschichtet ist. Mit einem Skalpell oder Cutter-Messer kann man ihn sehr leicht in die gewünschte Form schneiden.
Abdeckfolie > siehe Abdeckfilm
Abdecklack trocknet in Verbindung mit Luft nach wenigen Minuten zu einer gummiartigen Haut. Diese lässt sich ohne Schwierigkeiten wieder abziehen.
Es gibt verschiedene Abdecktechniken. Siehe dazu > Fächer-Design > Flammen-Muster > Netzmuster > Spitzenmuster > Streifen > Tarnungseffekt
Das Abdichten eines Modells wird dann notwendig, wenn empfindliche Bauteile gegen Schmutz und nässe geschützt werden müssen. Austrittsöffnungen, wie Antennen oder Kabelanschlüsse, werden mit Silikonkautschuk versehen. Öffnungen an Ruderstanden (RC-Schiffe) sollten mit Gummibelag oder Gummitülle abgedichtet werden.
Werden Modelle mehrfarbig bemalt oder bespritzt, ist es notwendig, das bestimmte Stellen durch Hilfsmittel wie Klebeband, Schablonen oder Masken abgedeckt werden
Das Ablösen von falsch angebrachten oder nicht mehr benötigten Abziehbildern (Decals) kann problemlos erfolgen, indem man spezielle Lösungsmittel (z.B. Micro-Sol) drauf gibt.
Abreibebuchstaben werden verwendet um Modell zu beschriften. Es gibt sie in fast allen Schriftarten, Farben und Größen.
ABS-Kleber ist ein spezieller Kleber für Acrylbutylstyrol. Er wird als Zweikomponentenkleber angeboten.
ABS-Kunststoff ist die Bezeichnung für alle Kunststoffe aus Acrylbutylstyrol. Das Material ist sehr Druckfest und daher auch sehr bruchstabil. ABS-Kunststoff lässt sich mit ABS-Kleber kleben.
Vor dem Lackieren sollte man jedes Bauteil abwaschen um Staub und Fettspuren zu entfernen. Dazu nutzt man am besten lauwarmes Wasser mit einigen Tropfen Spülmittel.
Eine missglückte Lackierung kann in den meisten Fällen (einige Lacke sprechen auf die Behandlung nicht an) wieder entfernt werden. Dafür eignet sich u.a. ATE-Bremsflüssigkeit oder Natronlauge. Zum Ablösen des Lacks wird das Modell 24 Stunden in die Bremsflüssigkeit bzw. Natronlauge gelegt. Um Reste aus Rillen oder Rädern zu bekommen wird ein Wattestäbchen mit der Bremsflüssigkeit bzw. Natronlauge getränkt und damit der übrige Lack abgerieben.
Vorsicht: Wird Natronlauge verwendet, dann sollte die Behandlung des Modells im Freien und mit Gummihandschuhen erfolgen, da diese eine ätzende Wirkung hat.
Abziehbilder werden auch Decals genannt. Sie werden auf ein Modell aufgetragen um Details nach zu bilden die mit Pinsel und Airbrusch nicht möglich sind. Abziehbilder werden in zwei Arten unterteilt Trockenabziehbilder und Nassabziehbilder.
Achsen sind normalerweise in jedem Bausatz enthalten. Möchte man Achsen selbst bauen, dann kann man dazu dünne Gießäste, Stahldraht o.ä. verwenden.
Acryl ist ein transparenter oder durchsichtiger Werkstoff. Er ist sehr spröde, lässt sich jedoch unter Hitzeeinwirkung leicht biegen und formen. Acryl ist in mehreren Farbtönen erhältlich und wird meist zum Bau von Schaukästen verwendet.
Acryldispersion ist die ideale Grundierung für Grundplatten aus Gips, da die Poren versiegelt werden wenn man die Grundplatte dünn damit bestreicht. So wird die Haftfestigkeit erheblich gesteigert.
Acrylfarben sind nicht immer für den Plastikmodellbau geeignet. Die Verträglichkeit auf Plastikmaterial ist von Hersteller zu Hersteller unterschiedlich. Aus diesem Grund sollte die Verträglichkeit an einer nicht sichtbaren Stelle des Modells geprüft werden.
Ist die Acrylfarbe geeignet muss in jedem Fall eine Grundierung vor dem Anstrich erfolgen.
Ein Kleber, der in Dichloromethan gelöstes Acryl enthält.
Acrylplatten werden auch Plexiglasplatten genannt. Diese werden für Schaukästen und Vitrinen benutzt. Acrylplatten lassen sich schleifen, bohren, sägen, biegen und kleben.
ACS-Bänder sind selbstklebende, flexible Bänder. Sie eignen sich sehr gut zum Abdecken bei Lackierungen oder als Dekorstreifen an Modellen. ACS-Bänder bekommt man in Grafiker-Shop´s oder Schreibwarenfachhandlungen in verschiedenen Breiten und Farben.
Als Aero-Decals werden Abziehbilder bezeichnet, die im Flugmodellbau verwendet werden.
Aerograph ist ein Markenname > siehe Spritzpistolen
Aerosol-Lack ist ein Farblack, der mit unter Druck stehendem Treibgas vermischt ist. Das Einatmen der entstehenden Dämpfe ist Gesundheitsschädigend.
Airbrush ist das Spritzen von Farbe mit Spritzpistole und Kompressor. Wird abgeleitet von air = Luft und brush = bürsten, pinseln. Durch das Aufsprühen eines Farbnebels können Modellbausätze mit Farbe versehen werden. Airbrush kommt im Modellbau oft zur Anwendung und hat bei vielen Modellbaufreunden mittlerweile den altbewährten Pinsel ersetzt.
Akku ist die Abkürzung für Akkumulator und bedeutet Gerät zum Speichern elektrischer Energie. Sie werden hauptsächlich im RC-Modellbau eingesetzt.
Im Plastikmodellbau wird Alkohol als Reinigungsmittel verwendet, z. B. vor dem Lackieren.
Bezeichnet eine Methode, die neuen Modellen ein älteres Aussehen gibt. Die Alterungsspuren sollten in der Reihenfolge aufgetragen werden, wie sie auch in der freien Natur auftreten würden. (Abblättern der Farbe und dann Spuren von Regen, Sonne, Wind). siehe auch > Verdrecken, >Verstauben, > Rost
Alterspatina lässt sich durch Maltechniken sehr einfach darstellen. Die gewünschte Fläche wird mit einer Grundfarbe bestrichen. Nach dem Trocknen wird eine dunklere Farbe darübergestrichen. Ist diese ebenfalls getrocknet wird mit Wasserschleifpapier die obere Farbe wieder abgeschliffen, so dass die Grundfarbe wieder hervortritt. In den Vertiefungen bleibt die dunklere Farbe erhalten. Eine andere Technik, um Alterspatina zu imitieren ist das Drybrushen.
Um Modellen mit Metalloberfläche ein realistischeres Aussehen zu geben wird Alu-Farbe verwendet. Diese wird mit einem weichen Lappen auf der Oberfläche verrieben. Die Farbe trocknet sehr schnell und kann danach mit Politurpaste auf Hochglanz poliert werden.
Für die Alu-Methode benötigt man gewöhnliche Aluminiumfolie und ein scharfes Klingenmesser. Das Modell wird vorab mit wasserfestem Schleifpapier (Körnung 400) so weit bearbeite, dass keine Klebstellen oder Nähte zu sehen sind. Dann wird mit der Spritzpistole die Grundierung aufgetragen um kaum sichtbaren Oberflächenschäden auszugleichen. Die Aluminiumfolie wird nun in 1 -2 cm breite Streifen ausgeschnitten und mit einer dünnen Klarlackschicht bestrichen. 15 – 20 Minuten trocknen lassen, bis der Lack leicht klebrig wird. Die Streifen auf „Stoß“ kleben oder überlappen lassen und mit einem Tuch oder Modellierholz glattstreichen. Zusätzlich kann die Aluminiumfolie mit einem Metallputzmittel bearbeitet werden.
Alu-Rohre werden z.B. für Motorradumbauten (Verlängerung der Vordergabeln) oder an Truckmodellen (hochgezogene Auspuffrohre) verwendet. Man bekommt sie in Modellbaufachgeschäften in verschiedenen Durchmessern. Alu-Rohre lassen sich mit Zweikomponentenkleber verkleben.
Aluminiumfolie > Alu-Methode
Angelschnur eignet sich gut zum Takeln von Schiffsmodellen oder zur Herstellung von Antennen an Autos und Flugzeugen.
In den meisten Fällen muss ein Modell vor dem Zusammenkleben angepasst werden. Dazu werden die Teile aneinandergehalten um Passungenauigkeiten zu erkennen. Diese werden danach durch schneiden, schleifen etc. entfernt. Siehe auch > Entgraten > Spachteln
Um Materialien passgenau verarbeiten zu können werden Knickstellen oder Falze angerissen. Dazu verwendet man am besten ein Kunststoff- oder Metalllineal und eine Reißnadel bzw. die stumpfe Spitze eines Skalpells oder Klingenmessers. Achtung – nicht zu stark aufdrücken, da dass angerissene Material sonst durchgedrückt oder getrennt werden kann.
Anritzen > siehe Anreißen
Antennen dienen zur Ausstrahlung oder zum Empfang elektromagnetischer Wellen. Damit dies optimal erfolgen kann muss die Antenne eine entsprechende Länge besitzen die im Verhältnis zur Frequenz steht. (Berechnung: 300 000 / Frequenz in Hertz = Ergebnis in Meter). Da den wenigsten Modellbausätzen maßstabsgetreue Antennen beiliegen lohnt es sich, diese selbst herzustellen. 1. Antennen aus dünnem Draht. 2. Heiß gezogene Antenne aus einem Gießast, der erhitzt und dann schnell auseinander gezogen wurde.
Das Anti-Statik-Tuch ist ein spezielles Reinigungstuch zum entfernen von Staubpartikeln, da es sich trotz Reibung bei der Reinigung nicht statisch auflädt.
Zum Anbringen von Decals ist ein vorheriges Anzeichnen von Vorteil um die richtige Position zu treffen.
Jeder Modellbauer sollte einen festen Arbeitsplatz besitzen an dem Werkzeuge und Materialien aufbewahrt werden.
Armaturen sind in den meisten Bausätzen enthalten. Man findet sie in Form von Decals oder mitgepressten Teilen, die dann in filigraner Arbeit nachbemalt werden müssen.
Die Arterienklemme wird zum Lackieren oder Festklemmen von Bauteilen genutzt. Diese kann man in Angelgeschäften oder medizinischen Fachhandlungen bekommen.
Asphaltpappe (Teerpappe mit feiner Körnung) benutzt man zur Darstellung von Straßen und Schotterbetten beim Dioramenbau.
ATE-Bremsflüssigkeit ist eine blaue oder braune Flüssigkeit, die sich zum entfernen von fehlerhaften Anstrichen eignet. > siehe Abwaschen (Lackierung)
Atomkleber > siehe Cyanacrylatkleber
Aufbau ist die Bezeichnung aller Teile, die sich bei Schiffen über dem Deck befinden. Aufbauten gibt es auch bei LKW-Modellen (Container, Kipper etc.)
Aufheller sind Farben, die durch das Beimischen zur Grundfarbe einen helleren Ton bewirken.
Aufkleben > siehe Kleben
Aufkleber werden hauptsächlich im RC-Modellbau genutzt. Das Material ist im Gegensatz zu Abziehbildern sehr dick und lässt das Modell ggf. unrealistisch aussehen.
Auflieger sind Anhänger, die mit dem Vorderteil auf der Drehplatte einer Sattelzugmaschine aufliegen. Sie werden mittlerweile von vielen Firmen in verschiedenen Maßstäben angeboten.
Aufriggen bedeutet, ein Schiff mit Takelage versehen. Das Rigg kann aus durchsichtiger Nylonschnur, dünnem Draht, Zwirn etc. hergestellt werden.
Selbst bei Spitzenbausätzen tauchen beim Zusammenbau mehr oder weniger große Fugen auf. Um diese zu schließen wird mit Spachtelmasse gearbeitet. Sollte die Spachtelmasse überstehen wird diese abgeschliffen.
Im Plastikmodellbau haben Auspuffrohe an Trucks und Motorrädern eine besondere Bedeutung. Da die vom Hersteller enthaltenen Auspuffrohre selten der Realität entsprechen erstellen sich erfahrene Modellbauer ihre Auspuffrohre mit Alu-Rohren selbst.
Von den meisten Vereinen oder Clubs werden Ausstellungen organisiert, um das Hobby Modellbau der Öffentlichkeit zu präsentieren. Termine von solchen Ausstellungen findet man in Modellbaumagazinen.
Ein Ausstellungskasten schützt das Modell vor Staub und unerwünschten Berührungen. Es gibt sie in verschiedenen Größen von diversen Firmen.
Authentic-Farben sind Lacke, die zu 100 % dem Original entsprechen.
Auto-Replica ist die Bezeichnung für einen Oldtimer-Nachbau, wobei man zwischen einem komplett Replica-Auto und Replica-Karosserien, die auf echte Veteranen-Fahrgestelle montiert sind, unterscheidet.
Autolack wird von vielen Modellbauern auch im Plastikmodellbau benutzt. Es ist jedoch darauf zu Achten, dass der Lack den Kunststoff nicht angreift. Daher sollte der Lack vorher an einer nicht sichtbaren Stelle geprüft und das Modell vorher immer grundiert werden.